by Andrea Löffler

Krafttraining bei Rückenschmerzen: Warum Bewegung nichts mit Quälerei zu tun hat

Januar 7, 2026 | Allgemein

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„Willst du mich etwa quälen?“ – eine Szene aus dem Trainingsraum

Neulich im Trainingsraum sollte eine Patientin von mir Planks in Bewegung ausführen – also eine dynamische Variante des Unterarmstützes.
Nach ein paar Sekunden schaute sie mich lachend an und fragte:

„Willst du mich etwa quälen?!“

Ich war ehrlich überrascht.
Denn Quälen ist wirklich das Letzte, was ich will.

Als Physiotherapeutin, Yogalehrerin und Resilienztrainerin wünsche ich mir oft genau das Gegenteil:
Menschen entspannen, massieren, beruhigen, warm einpacken und sagen:
„Mach es dir gemütlich.“

Doch genau hier liegt ein wichtiger Punkt.


Warum Entspannung allein bei Rückenschmerzen oft nicht reicht

Entspannung ist wichtig – keine Frage.
Aber allein reicht sie auf Dauer häufig nicht aus, besonders bei chronischen Rückenschmerzen, Verspannungen oder wiederkehrenden Beschwerden.

Ein entscheidender Grund dafür:

👉 Ab dem 30. Lebensjahr verlieren wir jedes Jahr etwa 1 % Muskelmasse.
Wenn wir nichts dagegen tun, kann das im Alter bis zu 50 % Muskelverlust bedeuten.

Weniger Muskelmasse heißt:

  • geringere Stabilität der Wirbelsäule
  • mehr Rückenschmerzen
  • höheres Sturzrisiko
  • erhöhtes Risiko für Osteoporose
  • weniger Belastbarkeit im Alltag

Krafttraining bei Rückenschmerzen: Was im Körper wirklich passiert

Krafttraining ist weit mehr als Muskelaufbau.
Es ist aktive Gesundheitsvorsorge.

Beim Krafttraining schüttet dein Körper sogenannte Myokine aus.
Das sind Botenstoffe, die zwischen Muskulatur und Organen kommunizieren.

Aktuelle Forschungen zeigen, dass Myokine:

  • entzündungshemmend wirken
  • das Immunsystem stärken
  • bei leichten bis mittleren Depressionen unterstützen
  • vor Diabetes und Demenz schützen können
  • Rückenschmerzen positiv beeinflussen

👉 Muskeln sind ein hormonähnliches Organ.
Bewegung wirkt also im ganzen Körper – nicht nur dort, wo es „zieht“.


Kann Physiotherapie Rückenschmerzen heilen – ohne eigenes Training?

Eine ehrliche Antwort: Nein.

Ich kann:

  • dich fachlich anleiten
  • Übungen individuell anpassen
  • motivieren und begleiten

Aber:
👉 Ich kann dir die Bewegung nicht abnehmen.

Und genau darin liegt deine größte Stärke:
Du bist nicht abhängig – du bist handlungsfähig.


Warum ich als Physiotherapeutin auf aktives Training setze

Mein Ziel ist nicht, dich „durchzubehandeln“.
Mein Ziel ist, dass du:

  • deinen Körper verstehst
  • Vertrauen in Bewegung entwickelst
  • weißt, was dir guttut
  • dich sicher und stabil fühlst

Am allerbesten ist es, wenn es gar nicht erst zu dauerhaften Rückenproblemen kommt,
weil du früh lernst, wie du deinen Rücken selbst stärken kannst.


Krafttraining, Yoga und gezielte Übungen: Dein Weg zu einem starken Rücken

Eine gute Muskulatur:

  • stabilisiert die Wirbelsäule
  • beugt Rückenschmerzen vor
  • schützt vor Osteoporose
  • reduziert das Sturzrisiko
  • steigert Energie und Lebensqualität

Und ja – manchmal braucht es Überwindung.
Aber die Wirkung ist enorm.

✨ Ein bisschen Training – mit großer Wirkung.


Fazit: Bewegung ist keine Quälerei, sondern Selbstfürsorge

Krafttraining bei Rückenschmerzen bedeutet nicht:
„Zähne zusammenbeißen und durchhalten.“

Es bedeutet:

  • Verantwortung für dich übernehmen
  • deinem Körper etwas zutrauen
  • langfristig unabhängig bleiben

Du kannst mehr, als du glaubst.

Und manchmal reicht schon der erste Schritt –
auch wenn der innere Schweinehund leise protestiert.


Du möchtest Unterstützung?

Ich begleite dich gerne:

  • mit gezielten Rückenübungen
  • individueller Physiotherapie
  • Yoga für Stabilität & Entspannung

👉 Hier kannst du dir einen Termin buchen:
Termin buchen – Andrea Löffler

Herzlich
Andrea Löffler
Physiotherapeutin · Yogalehrerin · Resilienztrainerin

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