Es gibt Momente, die vergisst man nicht.
Einer davon war in meiner eigenen Praxis.
Ich hatte gerade eine Entspannungsmassage gegeben, ruhig gearbeitet, konzentriert, ganz im Kontakt mit meiner Patientin. Und dann kam dieser bekannte Drehschwindel. Ohne Vorwarnung. Von einer Sekunde auf die andere.
Ich wusste sofort, was los war.
Ich habe meine Patientin zuerst beruhigt. Dass das nichts Lebensbedrohliches ist. Dass ich das kenne. Dass ich mich jetzt einfach hinlegen muss und Ruhe brauche – und dass es in ein paar Stunden wieder besser wird.
Dann lag ich selbst auf der Behandlungsliege.
Solche Situationen zeigen einem sehr deutlich, wie schnell sich alles ändern kann. Und wie wenig Einfluss man manchmal hat, egal wie gut man seinen Körper kennt oder wie sehr man versucht, „durchzuhalten“.
Wenn nichts mehr planbar ist
Vielleicht kennst du das auch.
Dass dein Körper plötzlich andere Regeln aufstellt als früher. Dass du mehr Pausen brauchst. Dass du Dinge absagen musst, obwohl du es dir anders vorgenommen hattest. Dass Planung unsicher wird.
Und oft kommt noch etwas dazu:
Man sieht es dir nicht an.
Unsichtbare chronische Erkrankungen bringen genau das mit sich. Nach außen wirkst du „normal“, während innen alles durcheinandergerät. Das ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch mental. Zweifel tauchen auf. Frust. Manchmal auch das Gefühl, sich ständig erklären zu müssen.
Ich kenne diese Seite nicht nur aus Gesprächen mit Patientinnen. Ich lebe selbst mit chronischen Erkrankungen. Und ich weiß, wie sehr das auch im Kopf arbeitet.
Was mir damals gefehlt hat
Rückblickend weiß ich ziemlich genau, was ich mir in dieser Zeit gewünscht hätte.
Jemanden, der mir zeigt, was trotzdem noch möglich ist.
Jemanden, der nicht nur auf das schaut, was nicht mehr geht, sondern mit mir gemeinsam den Blick auf das richtet, was bleibt. Ohne Zeitdruck. Ohne Ungeduld. Ohne vorschnelle Bewertungen.
Nicht als schnelle Lösung. Nicht als Versprechen. Sondern als ehrliche Begleitung.
Warum sich meine Arbeit weiterentwickelt
Genau daraus ist in mir etwas gewachsen.
Ab Sommer werde ich mich fachlich weiter vertiefen und meine Arbeit gezielt erweitern. Nach meiner Weiterbildung zur Resilienztrainerin begleite ich künftig noch stärker Menschen mit unsichtbaren chronischen Erkrankungen – vor Ort und auch online.
Menschen mit Schwindel, Migräne, Tinnitus, Hörproblemen oder anderen Erkrankungen, die den Alltag plötzlich aus dem Gleichgewicht bringen. Erkrankungen, die kommen, ohne sich anzukündigen, und die mehr verändern, als man von außen sieht.
Mir ist dabei eines besonders wichtig:
Es geht nicht darum, Symptome wegzudrücken oder zu ignorieren. Es geht darum, wieder mehr Einfluss auf das eigene Befinden zu bekommen. Schritt für Schritt. Im eigenen Tempo.
Der Körper und das, was im Kopf passiert, lassen sich nicht voneinander trennen. Das erlebe ich täglich – in meiner Praxis und bei mir selbst.
Ein Weg, der schon begonnen hat
Vieles davon fließt schon lange in meine Arbeit ein: in Behandlungen, im Online-Rückenkurs, in meinen Yogastunden. Ab Sommer wird dieser Weg klarer, gezielter und noch passender für genau diese Themen.
Wenn ich eines aus meinen eigenen Erfahrungen mitgenommen habe, dann das:
Niemand sollte mit all dem allein bleiben müssen.
Ich bin gespannt auf das, was entsteht.
Und ich nehme dich gern mit auf diesen Weg.
